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Mist-Käfer als Antriebsalternative
(nth) Eine britische Firma hat einen VW Beetle zum Methangas-Auto umgebaut. Der dafür benötigte Kraftstoff wird in Kläranlagen gewonnen.
Appetitanregend ist der Gedanke nicht gerade: Ein Fahrzeug, das durch Methangas angetrieben wird, aus menschlichen Exkrementen hergestellt. Aber exakt dieses Konzept wurde nun von der britischen Recycling-Firma Geneco verwirklicht. Sie baute ein neues VW Beetle Cabriolet zum Methangas-Auto um.
Der 2-Liter-Vierzylinder-Motor des Fahrzeugs beschleunigt bis auf 182 km/h und die Erfinder tauften das Modell Bio-Bug. Mist-Käfer wäre hier aber die richtigere Titulierung, da der Kraftstoff aus dem gewonnen wird, was wir Menschen tagtäglich die Toilette runterspülen.
Der Mist-Käfer ist aber nichtsdestotrotz eine saubere Sache, da bei der Verbrennung zwar Methangas und Co² in die Atmosphäre entweichen, aber wesentlich weniger als bei Benzin- und Dieselmotoren. Und der stinkende Sprit hat noch einen weiteren unschlagbaren Vorteil: Die Energiequelle wird wohl niemals versiegen.
Quelle: ADAC Motorwelt 9/2010 |